Der neue Münzkatalog ist da

Es gibt etwas, das alle Sammler eint. Ob man nun Briefmarken, Münzen, Comics, Autos oder antiquarische Bücher sammelt – nie hat der Sammler das Gefühl, mit seiner Aufgabe fertig zu sein. Es gibt immer noch etwas, das man unbedingt haben möchte und das irgendwo, mit etwas Pech in einer anderen Sammlung, auf einen wartet. Um sich ein Bild davon zu machen, welche begehrenswerten Sammlerstücke bejagt werden können, sind Kataloge die vielleicht beste Möglichkeit. Auch was den Wert einer Münze oder einer Marke angeht, kann man sich so am besten informieren. Die 22. Auflage des sogenannten „Jaeger“-Katalogs lässt nun wieder die Herzen aller Münzsammler höher schlagen.

Ein Muss für Sammler

Alle deutschen Münzen seit 1871 – einschließlich der Euromünzen – sind in dem Sammlerkatalog enthalten. Viele stürzen sich noch während der Lektüre vor ihren Computer und versuchen, besonders ansprechende Exemplare in den Weiten des Internets ausfindig zu machen. Die deutsche Währung befand sich seit dem 19. Jahrhundert in einem stetigen Wandel und gleich mehrere Währungsreformen machen es den Sammlern nicht leicht, ihre Sortimente zu komplettieren. Keine verlässliche Preisliste und auch keiner der bekannten Auktionskataloge könnte ohne ihn auskommen. Das heute so bekannte Standardwerk erschien erstmalig 1942 und hat sich bis heute mehrere hunderttausend Mal verkauft. Ins Leben gerufen wurde der Katalog von dem wohl bekanntesten Numismatiker des Landes, Kurt Jaeger, der bereits im Kindes- und Jugendalter mit der Katalogisierung der ihm bekannten Münzen ab 1871 begann. Damals, in den frühen 20er-Jahren, waren seine Aufzeichnungen natürlich noch lückenhaft und gänzlich ohne Prägezahlen. Die Datensammlung entwickelte sich mit den Jahren immer weiter und heute dokumentiert der Jaeger wirklich alle Epochen der D-Mark-Währung in Deutschland – einschließlich seiner Kolonien und Besatzungsausgaben. Es mutet auch ein wenig wie eine Zeitreise durch die deutsche Geschichte an: von der Schaffung der Goldwährung 1871 bis hin zur letzten D-Mark in Goldprägung aus dem Jahre 2001. Darüber hinaus sind natürlich auch alle deutschen Euromünzen und die zum Währungsstart ausgeteilten Starter-Kits vorhanden. Auch Sonderprägungen und Euro-Gedenkmünzen in Gold und Silber sind im Jaeger zu finden.

Die wertvollsten Münzen der Bundesrepublik Deutschland

An dieser Stelle wollen wir ein paar der begehrtesten Exemplare der deutschen Prägemünzen vorstellen. Es sind natürlich vor allem die seltenen Fehlprägungen, die in finanzieller Hinsicht besonders reizvoll sind. So wurden im Jahre 1950 zum Beispiel 30.000 50-Pfennig-Stücke geprägt, auf denen noch der Schriftzug „Bank Deutscher Länder“ zu lesen war. Ist die Münze noch wie neu, ist sie den meisten Sammlern etwa 1.800 Euro wert. Ein spezielles 5-Mark-Stück, das zwischen den Jahren 1951 und 1974 mit 625 Anteilen Silber in Hamburg mit einem „J“ gekennzeichnet wurde, wird bei Auktionen manchmal für bis zu 4.500 Euro versteigert.

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